ECU-Steuerelektronik

Die ECU:

Das Kernstück der elektronischen Steuerung ist die sog. ECU (Electronic Control Unit).

Hier laufen alle Informationen zusammen (z.B. Drehzahl/Abgastemperatur, Steuerinformationen vom Sender).

Stromversorgung:

Die ECU wird von einem eigenen 2-zelligen LiPo-Akkupack versorgt. Dieser dient auch zum Betrieb der Kraftstoffpumpe, den Ventilen, dem Anlasser und der Glühkerze. Ein separater Ein- Ausschalter wird nicht benötigt, die ECU schaltet sich automatisch ein, sobald der Empfänger eingeschaltet wird. Der Empfängerstromkreis ist vom Turbinenstromkreis vollständig optoelektronisch entkoppelt.

Empfängeranschluss:

Der Anschluss der ECU an den Empfänger kann wahlweise über einen oder zwei Empfangskanäle erfolgen.

Falls nur ein Kanal zur Steuerung verwendet werden soll, wird die ECU normalerweise über den Gaskanal (bei Flächenmodellen) oder über einen freien Schieberkanal (bei Helikoptern) angesteuert. Die jeweiligen Endausschläge dieses Steuerkanals werden einmalig in einem speziellen „Einlernschritt" der ECU „gezeigt" und sind dann permanent gespeichert. Es werden 3 Positionen eingelernt: 1. Turbine AUS, 2. Turbine auf Leerlauf, 3. Vollgasposition.

Der optionale zweite Kanal kann für verschiedenste Sonderfunktionen verwendet werden, wie z.B.: Aktivieren bzw. „Einlernen" der optionalen Fluggeschwindigkeitsregelung (AirSpeed Sensor erforderlich), Ein/Ausschalten des Smokerventils oder einer Smokerpumpe, Umschalten zwischen verschiedenen Systemdrehzahlen bei Helikoptertriebwerken, oder zum separaten Starten/Abschalten des Triebwerks. Falls ein Modell mit mehreren Turbinen ausgerüstet ist, wird der Steuerkanal für die Schubsteuerung einfach über V-Kabel parallel geschaltet.

Turbine starten:

Der Pilot gibt nur noch das Startsignal und das Triebwerk wird wie von Geisterhand gestartet und dann automatisch auf Leerlaufdrehzahl stabilisiert. Es sind keinerlei manuelle Eingriffe erforderlich! Sobald der Pilot am Fernsteuersender ebenfalls Leerlauf kommandiert hat, wird die Schubkontrolle an den Piloten übertragen.

Schnittstellen RS232:

Die ECU verfügt über zwei serielle Schnittstellen, die erste wird normalerweise zum Anschluss an einen PC/Laptop verwendet. Hierüber kann die ECU vollkommen ferngesteuert werden, es können alle Betriebsparameter gelesen und geschrieben werden sowie der interne Datenrecorder ausgelesen werden. Eine entsprechende Windows Steuersoftware wird mit dem RS232-PC Interface mitgeliefert. Die zweite Schnittstelle erlaubt den Anschluss eines optionalen GPS Empfängers (Flughöhe, Flugradius, Geschwindigkeit, G-Belastung, Flugstrecke etc.).

Airspeed Sensor:

Über den optional anschliessbaren Airspeed Sensor (Staurohr) verfügt die ECU über die Fluggeschwindigkeitsinformation, diese kann zum Regeln und/oder Begrenzen der Fluggeschwindigkeit des Modells verwendet werden (Funktionsweise ähnlich einem Tempomaten im Auto). D.h. der Pilot kann statt dem Schub, die Fluggeschwindigkeit mit dem Knüppel vorgeben.

 


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